die anfänge ...

die zarten anfänge ...

... meiner karriere als halterin eines koch-weblogs liefen zunächst als unter-rubrik ("kann man das essen?") in einem anderen blog.

2005 rum hab ich die alten einträge in ein externes weblog exportiert - daher das einheitliche datum. mittlerweile hab ich dort schluss gemacht und bin hierher umgezogen. schon einiges hatte ich rüber geholt, nun sind hier die letzten restchen versammelt und das alte hüftgold in die ewigen jagdgründe geschickt.

einesteils aus nostalgischen gründen - zwischen den zeilen meine letzten monate an der uni - , aber auch, weil ich beim wiederfinden der rezepte durchaus aha-erlebnisse hatte à la: DAS könntste ja auch nochmal machen!!!

also, wen es interessiert, dem sei unter der rubrik die anfänge ... die lektüre meiner 'ganz frühen werke' ans herz gelegt. wühlen in der mottenkiste ist doch ab und an spaßig - ich zumindest musste an einigen stellen herzhaft lachen ...

die salatsauce

freitag. halb vier, kaisers. salatbar.

frau p. aus k., dem hungertod nahe, häuft gierig salatkreationen in das
angebotene plastikschälchen. nachdem sich eine angemessene schnittmenge
der akzeptablen ballaststoff-variationen zusammengefunden hat, will
frau p. nach der stets angebotenen salatsauce greifen. diese findet
sich jedoch nicht auf ihrem angestammten platz auf dem bug der
salattheke und ist auch sonst nicht auffindbar.

frau p. behält die nerven und steuert zunächst die stelle der brötchenausgabe an, um
sich dort zu versorgen. dies gelingt ohne weitere probleme, sogar ein
paar der schwer umkämpften schokomuffins können ergattert werden.

nun, da das das ende aller anderen missionen gekommen ist, hat das problem
mit der salatsauce höchste priorität. bedauerlicherweise wahllos und -
idiotisch tolerant von frau p. - wird die recht korpulente und vor
allem und davon unabhängig unsympathische rote hierzu befragt.

o-ton frau p.: entschuldigung, da ist keine salatsauce mehr da für meinen
salat.... ich würde mir ja auch selber eine aus dem regal nehmen und
aufmachen, aber vielleicht müssen sie das ja verbuchen, daher...

rote: es gibt heute keine salatsauce.

frau p.: (fassungslos) ?...

frau p.: es gibt doch immer salatsauce...?

rote: die salate sind alle schon mit essig und öl gewürzt.

frau p.: ja, sind sie sonst auch, aber es gibt sonst AUCH salatsauce.

rote: aber die SIND doch alle schon gewürzt.

frau p.: (knatschig) ich HÄTTE aber gerne salatsauce! wieso...?

(...)

rote: ja da kriegen wir immer eine extralieferung für... da haben wir keine
mehr... das lohnt sich ja wohl nicht... ist ja wochenende... wird nur
schlecht.

frau p.: ich werd jetzt auch schlecht (abgang)

frau p. nimmt salat unverständlicherweise trotzdem. heult sich an kasse
aus.kassiererin findet aber auch, daß das nicht so geht. man hätte doch
nen kühlschrank. frau p. ist fertig mit den nerven. nach 40 m weg
selbstkasteiung, warum man denn so weinerlich gewesen sei, einen
aufstand hätte man anzetteln müssen, geschäftsführer her (DER hatte
nämlich letztes mal salatsauce herbeigezaubert...)! terror! andere
leute an seiner mißstimmung teilhaben lassen, empörung!

auf der arbeit angekommen natürlich weitere probleme, unschuldige bekommen den
ganzen salatsaucen-frust ab. bis frau p. dann ihr leid schildert. und dann auch gar nicht mehr so richtig über sich selbst lachen kann, als die nicht vorhandene salatsauce - also, der essig und das öl, sie wissen schon... - auf der reise ihren weg durch den
plastikschüsseldeckel in den rucksack gefunden hatte und alles nun
wunderbar aromatisch nach vinaigrette duftet seit freitag.

kaisers wird in ermangelung anderer handhabung nun boykottiert.

die moral ist noch zu ergründen.

culinariastisch

bärlauchnudelteig hergestellt, mit thunfischquarkcreme gefüllt und mit
haselnuß-bärlauchauce und parmesan nun auf meinem teller. bin restlos
begeistert von mir selbst.



aber
die letzte woche war kochtechnisch dermaßen exaltiert, daß ich rezepte
hier nicht schalte, zumal ich derzeit nach ebensolchen koche, meist.

kleines walnußbrot

250 g Mehl (Weizen und Roggen)



Mehl teilen, die Hälfte mit 1 TL Salz mischen, die andere mit 1/4 Hefe und
150 ml lauwarmem Wasser vermengen und 10 Min stehen lassen.
Währenddessen den Backofen leicht anheizen ggf. Form fetten und halbe
Tüte Walnüsse mit Nudelholz, Leergut o.ä. kleintrümmern. Zu dem
Hefeteig einen Schuss Essig hinein und das gesalzene Mehl unterrühren.
Evtl. Wasser oder Mehl für die Konsistenz. anschließend die Nüsse dazu.

Den Teig mit nassen Händen heraus- und in die Form heben.

Bei geringer Wärme gehen lassen, bis Teigmenge verdoppelt (30-45 Min.?),
sodann Ofen auf etwa 210 schalten (nachher regulieren) und 50 Min
backen.

Test mit Holzstäbchen, wenn Teig dran, im Zehnminutentakt weiterbacken und beim nächsten Mal weniger Wasser nehmen


Erste Scheibe warm essen!
26.8.05 20:15

scones

habe ich gerade spontan hergestellt und damit meine back-karriere weitergeführt.

schmeckten auch, aber das rezept postiere ich hier noch nicht, da war ein fehler
drin. prinzip: mehl, backpulver, salz + ei, milch, wasser. kneten, ausrollen,
ausstechen, 12 min 210 grad.
mengen sind noch zu ergründen...

eigentlich hätte man den teig ausrollen sowie ausstechen können sollen,
ich konnte nach mehrmaliger mehlzugabe gerade mal löffelweise teig aufs
backpapier schaben... naja, der geschmack jedenfalls war nett.

reis reis baby

habe soeben die mir als authentisch asiatisch weisgemachte
reisgartechnik getestet und bin begeistert. kein anbrennen kein
aufpassen müssen:

reis gut anrösten, mit doppelter menge wasser aufgießen, aufkochen und
sofort flamme/ herdplatte abstellen und bei geschlossenem deckel ziehen
lassen.

etwa eine halbe stunde später ist der reis gar und wunderbar.

für alle ohne reiskochtopf und mit etwas geduld eine fantastöse lösung.

und man bedenke, daß man die sonst ersparte zeit oftmals mit topfschrubben wieder einbüßt...

liebling, das korn poppt.

hatte glatt übersehen, daß dort im öflein noch maiskörner lagen und
arglos mein schwarzbrot zur zehnminutenbräunung dazugelegt. höchst
amüsant, die kleinen gelben dinger sind zwar erst schwarz geworden aber
dann tatsächlich und wenig dezent in die luft gegangen. oder andersrum.
aber es war sehr spaßig. wieder enormer sympathiezuwachs von mir zum
mais hin.

essbar war das allerdings nicht mehr. aber dafür hatte ich ja auch das schwarzbrot.

...

ofenwarme mürbeteigherzen und zuckermilchtee wirken gegenteilig: herz
nicht mürb mein lieb und keine trübtassigkeit derzeit.

carne vale

völlig faszinierend, daß zu den zum teil äußerst fremdartigen bräuchen
der narren auch eine ganz spezielle kulinarische bandbreite zählt. es
scheint, als gäbe es eine anzahl gerichte, die an karneval zwangsläufig
konsumiert werden müssten.

mit den fleischlichen varietäten bin ich weniger vertraut, konnte hier aber
brötchen mit mett und zwiebeln ausmachen. sowie fleisch- und
blutwurstscheiben (sog. 'flönz'), wahlweise ebenfalls mit brötchen und/
oder senf.

räucherlachs ist ebenfalls zu finden. macht sich ja gut zu aldi-sekt für die edleren narren.

beliebt natürlich auch gehaltvolle suppen und eintöpfe, z.b. auf der basis von
ähze (erbsen). vegetarisch ist diese suppe dennoch nicht, mit speck-
und wursteinlagen ist hier zu rechnen.

desweiteren wurde noch diverses fleischliches grillgut gesichtet.

als weniger fleischbegeistertes wesen hat man also mit käsebrocken (versus
käsebrötchen) vorliebzunehmen. da das etwas trocken ist, muß man dann
den senf von den fleischbrötchen konfiszieren oder - auch unglaublich
wichtig und einmal jährlich nicht nur für trächtige damen: saure gurken.

was ich auch noch sah: 'rievkoche', eine art kartoffelpuffer, grob gerieben
und von fett triefend und je nach zubereitung sehr lecker.

und wo schon beim thema fett.. (zugegeben letzten endes der rote faden
durchs karnevalsmenü): krapfen, ballen, berliner, muzemandeln, das süß
puderbezuckerte rundgebäck ist natürlich auch nicht hinwegzudenken.

ich finde das schon recht spannend. selbst an hohen kirchlichen feiertagen
hat sich nicht eine so durchgreifende einheitlichkeit hinsichtlich des
speiseplans durchsetzen können.


übrigens oute ich mich hiermit öffentlich als gurkenwassertrinker.

premiere: muffins

habe gerade tatsächlich erstmals richtig gebacken in meinem backofen:
muffins. rezept war zusammengeschustert und ist noch nicht optimal (mit
quark und eingekochten mirabellen). daß das mit olivenöl so ne sache
ist und daß 20 minuten nicht stimmen und daß so ein quarkklecks in der
mitte des muffins diesen extrem instabil macht, sagte das rezept nicht.

aber ich werds weiter probieren beizeiten.

muß mir erstmal vernünftigere rezepte beschaffen. und überhaupt, die süßen versionen liegen mir nicht so...

gleich teste ich nochmal einen (hab sie aus der form gut und schlau
rausbekommen mit flugzeugentwendeter plastikgabel und nach erstem test
zurück in den ofen).

nachtrag: meine mutter war total begeistert von den muffins... vielleicht hätte ich mir das rezept doch notieren sollen... :-/

h ü f t g o l d

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es ist angerichtet:

heute frisch:

Spinat-Schafskäse...
Sehr lecker finde ich auch Spinat- Schafskäse...
carla (Gast) - 3. Aug, 17:50
Lecker
mmmmmmm das klingt lecker. Wird wohl ausprobiert werden...
carla (Gast) - 3. Aug, 17:42
huhu petra! die hefeflocken...
huhu petra! die hefeflocken sind so ein tick von mir...
pollykrohm - 30. Mrz, 12:19
die sehen toll aus, sehr...
die sehen toll aus, sehr lecker!
Ulli (Gast) - 23. Mrz, 15:48
tolle seite
wow. tolle rezepte hast du . werd sicher öfter...
sassi (Gast) - 18. Mai, 09:55
Ah - wieder aktiv :-)
Ah - wieder aktiv :-)
kulinaria katastrophalia (Gast) - 21. Mrz, 18:20

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